Die Media Analyse 2008 / I

 

Am, Mittwoch 05.03.2008, war es wieder soweit die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. (ag.ma) veröffentlicht die Media Analyse 2008 / I.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HIT RADIO FFH: Noch mehr Hörer und Marktführer
planet radio Nr. 1 bei den Jungen // harmony.fm schwächer

 

HIT RADIO FFH gewinnt Hörer und ist mit 614 000 Hörern pro Stunde (vorher 603 000 Hörer) unangefochten und zum 26. Mal in Folge der Radio-Marktführer in Hessen – deutlich vor den schwächelnden hr-Sendern hr 4 (321 000 Hörer) und hr 3 (318 000 Hörer). planet radio, das junge Programm der Radio/Tele FFH, hat annähernd doppelt so viele Hörer (78 000) wie die Konkurrenz von hr-you fm (41 000 Hörer). Das FFH-Oldieprogramm harmony.fm schalten 197 000 Hörer pro Tag und 22 000 Hörer pro Stunde ein, etwas weniger als im Vorjahr. Für Hans-Dieter Hillmoth, den Geschäftsführer und Programmdirektor der Radio/Tele FFH und seine Kollegen sind diese Ergebnisse der Media-Analyse von heute „wie eine Weihnachts-Bescherung im März“: „Wir freuen uns riesig.“ Er hält den anhaltenden Erfolg von FFH, planet und harmony.fm für besonders bedeutsam – weil tausende Radioprogramme im Internet für kräftigen Wettbewerb sorgen. Auch die Radio/Tele FFH bietet seit Juni 2007 zwölf Internetradios an, die in die Quoten allerdings nicht eingegangen sind: Die FFH-Webradios alleine haben pro Monat über 550 000 Hörer.

Zweimal im Jahr ist „Bescherung“ für Deutschlands Radiomacher: Jeweils im März und im Juli erscheinen an einem Mittwoch um punkt neun Uhr die neuen Einschaltquoten. Heute morgen war es wieder so weit. Mit täglich drei Stunden und 20 Minuten bleibt die Hördauer der Deutschen auf konstant hohem Niveau. Männer hören über den Tag eine halbe Stunde länger Radio als Frauen, Berufstätige hören täglich 30 Minuten länger als der Durchschnitt der Bevölkerung.

In Hessen blieb die Reihenfolge der Radio-Sender unverändert: HIT RADIO FFH (Programmchef Andreas Schulz) konnte sein im vergangenen Juli deutlich verbessertes Ergebnis noch weiter ausbauen. planet radio (Programmchef Roel Oosthout) vergrößerte den Abstand zu hr-you fm, die Hörer verloren (- 19 %): „Wir haben nur ein Drittel deren Personal-Power und werben nur halb so viel. Es kommt eben auf mehr an“, so Oosthout von planet radio.

Bei den weiteren hr-Programmen mussten auch hr 3, hr 4 und hr-info Verluste hinnehmen. hr 1 hat nach mehrjähriger Schwächephase nun 115 000 Hörer pro Stunde, bleibt aber weiter deutlich hinter seinem Spitzenergebnis von 1990 mit damals 240 000 Hörern pro Stunde. hr 1 wurde vor wenigen Jahren von einem Informationsprogramm zum Oldie-Musikdampfer umformatiert.

harmony.fm (Programmchef Martin Haferkorn) verfehlte mit 22 000 Hörern pro Stunde das Vorjahresergebnis („Wir hoffen auf eine bessere UKW-Verbreitung“). SkyRadio erreichte nur noch 17 000 Hörer, Main FM 18 000 Hörer.

Im Funkhaus der Radio/Tele FFH im hessischen Bad Vilbel ist seit Januar auch DIGITAL 5 beheimatet, Deutschlands größtes Radiounternehmen. Neben FFH sind auch Antenne Bayern, radio ffn, Hit-Radio Antenne Niedersachsen und Radio Hamburg beteiligt. Alle zusammen wollen sich um neue digitale und nationale Radio-Frequenzen bemühen. Für DIGITAL 5 produziert FFH ab Juni einen neuen Comedy- und Karaoke-Kanal, der bundesweit zu empfangen sein wird. DIGITAL 5 und FFH gemeinsam haben sich auch auf zwei in Kassel und Fulda ausgeschriebene UKW-Frequenzen beworben und wollen dort „SchlagerKult“ und nord- und osthessische Informationen ausstrahlen. Als Haupt-Sendestandort ist Kassel vorgesehen.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der heute (5. März, 9 Uhr) in Frankfurt veröffentlichten, offiziellen Media-Analyse (MA), die bundesweit im Auftrag von 267 privaten und öffentlich-rechtlichen Hörfunksendern, großen Agenturen und Werbungtreibenden erhoben wird. Zwischen 7. Januar und 22. April 2007 und zwischen 2. September und 16. Dezember 2007 wurden insgesamt 64.469 repräsentativ angelegte Interviews geführt. Für die Werbewirtschaft sind die MA-Daten die Grundlage für ihre Mediaplanung und damit letztlich auch für den Einsatz der Werbegelder.

 

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